Montag, 9. Oktober 2017

Maschinenlernen

Will Knight und Eva Wolfangel auf Technology Review:

Was denkt sich die KI?

Niemand weiß wirklich, wie selbstlernende Algorithmen zu ihren Schlüssen kommen. Das führt schon heute zu Schwierigkeiten, und je breiter das Maschinenlernen eingesetzt wird, desto offenkundiger wird die Gefahr.

Sonntag, 8. Oktober 2017

Prozesse der Selbstmitteilung

Jennifer Lepies auf Technology Review:

Vom vorauseilenden Gehorsam

Der Kulturwissenschaftler Andreas Bernard ergründet in seinem neuen Buch die Herkunft des Begriffs des "Profils" in sozialen Netzwerken und wirft damit ein anderes Licht auf die Darstellungswerkzeuge von vermeintlicher Emanzipation.

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Orwellsche Echo-Chambers

Markus Kompa auf Telepolis:

Zensurfilter sollen über Europa kommen

U-Papier: NetzDG soll europäisch werden, Provider sollen sogar Vorabzensur einführen

Das am 1. Oktober inkraftgetretene Netzwerkdurchsetzungsgesetz, das Online-Plattformen auf Zuruf verpflichtet, "offensichtlich rechtswidrige" Inhalte innerhalb von 24 Sunden und lediglich "rechtswidrige" innerhalb von sieben Tagen zu löschen, soll auch das restliche Europa beglücken. So sieht es ein Papier der Europäischen Kommission vor, das sogar noch über das deutsche Zensur-Induktions-Gesetz hinaus geht:

So wird den Providern von der Kommission sogar die Anwendung von proaktiven Filterungstechnologien empfohlen, um Inhalte noch vor der Kenntnisnahme zu löschen. Solches würde nicht nur den Bruch mit den Prinzipien der jetzigen E-Commerce-Richtlinie bedeuten, die lediglich ein unverzügliches Tätigwerden vorsieht und insbesondere proaktive Durchsuchungs- und Verhinderungspflichten ausschließt.

Vielmehr würde ein solches Gesetz den Boden für Orwellsche Echo-Chambers bereiten und die Meinungsfreiheit im Internet erheblich beschneiden.

Dienstag, 3. Oktober 2017

Die Zensurbehörde

Peter Mühlbauer auf Telepolis:

Maas stellt 50 Justizministeriumsmitarbeiter für Durchsetzung des NetzDG ab

FDP-Generalsekretärin Nicola Beer hat angekündigt, die FDP wolle dafür "kämpfen", dass das Social-Media-Zensurgesetz das am kürzesten gültige Gesetz in der Bundesrepublik wird

Gestern trat das "Netzwerkdurchsetzungsgesetz" (NetzDG) benannte Social-Media-Zensurgesetz der ab dem 24. Oktober nur noch geschäftsführend amtierenden alten Bundesregierung formell in Kraft (vgl. "Facebook-Gesetz" in Kraft getreten). FDP-Generalsekretärin Nicola Beer verlautbarte dazu auf Twitter im 140-Zeichen-Telegrammstil: "Werden darum kämpfen, dass es Gesetz mit kürzester Gültigkeitsdauer wird."

Justizminister Heiko Maas hat den Informationen des Spiegel nach währenddessen ungefähr 50 Mitarbeiter des Bundesjustizministeriums zur Durchsetzung dieses Gesetzes abgestellt. Die Hälfte davon soll damit bereits diese Woche beginnen. Dem Nachrichtenmagazin zufolge trifft das Gesetz "mehr Plattformen als erwartet": Nicht nur bei Facebook, YouTube und Twitter, sondern auch bei Reddit, Tumblr, Flickr, Vimeo, VKontakte und Gab soll kontrolliert werden, "ob sie die gesetzlichen Vorgaben einhalten" (vgl. Nach dem NetzDG).

Donnerstag, 14. September 2017

Scheindemokratie

Freitag, 8. September 2017

Long War

Sean Stinson auf counterpunch:

America’s Long War: US Tightens the Noose on China

Donald Trump’s 2016 election victory signalled an about-face for American foreign policy. With control of the US military apparatus temporarily wrested from its spy agencies for the first time since Truman kicked off the Cold War, the strategists behind Trump’s MAGA platform have been far more focused on waging economic war on China and Latina America than wasting blood and treasure redrawing the map of the Middle East. This has gifted Syria a reprieve in the immediate term, but with Bannon, Flynn and Gorka now out of the picture and Stephen Miller’s departure expected any time soon, Trump is now isolated and effectively neutered. Any hopes there might have been for détente with Russia and a more measured approach to foreign policy must now be viewed in the past tense.

Fremdenlegionäre

Peter Mühlbauer auf Telepolis:

Aung San Suu Kyi kritisiert "Fake News" über Konflikt in Rakhine

Islamistische Separatisten haben enge Verbindungen nach Saudi-Arabien, Pakistan und Afghanistan

Dass sich diese ARSA bis vor kurzem "Glaubensbewegung" nannte, ist kein Zufall: Den Erkenntnissen der International Crisis Group (ICG) und des ehemaligen indischen Türkeibotschafters M.K. Bhadrakumar nach wurde ihr Anführer Ata Ullah im pakistanischen Karatschi geboren und wuchs im Wahabitenkönigreich Saudi-Arabien auf, wo viele andere führende Mitglieder und Finanziers der 2012 gegründeten Gruppe leben. Die Ausbildung der Guerillakämpfer übernahmen dem ICG-Bericht nach Veteranen, die als islamistische Kämpfer in Afghanistan und anderen Ländern Kriegserfahrungen gesammelt hatten.