Donnerstag, 15. Juni 2017

Afrika

Heiner Flassbeck auf Telepolis:

Afrika retten mit neoliberalen Parolen?

Afrika zu retten, ist derzeit ein großes Thema der deutschen Politik. Dass es nur um die Abwehr weiterer Migranten geht, will man nicht offen sagen …

… Doch die Bundesregierung würde besser schweigen: Niemand ist schlechter geeignet, komplexe wirtschaftliche Probleme zu lösen.

Europa hat mit seinen EPAs (siehe hier und hier Berichte dazu), seiner Rohstoffpolitik und seinem Freihandelswahn bisher mehr Schaden angerichtet als Nutzen gestiftet.

Wer das ändern will, muss sich vom Neoliberalismus als Leitfigur der Wirtschafts- und der Entwicklungspolitik lossagen. Darunter geht es nicht. Wer das nicht will, sollte großzügige humanitäre Hilfe geben, sich aber konzeptionell vollständig enthalten. Größeren Schaden als mit planlosem Neoliberalismus kann man in Entwicklungsländern wie in Industrieländern nicht anrichten.