Montag, 10. Juli 2017

Mediale Inzucht

Roland Tichy auf Tichys Einblick:

Wie ticken Journalisten, wenn sie schwindeln?

Eine empirische Studie fragt: Wie kommt es zu flächendeckenden Informationsblockaden und Falschberichterstattung in deutschen Medien? Aktuell gefragt: Warum rechtfertigen manche Journalisten die Hamburger Gewaltexzesse, während die Bevölkerung die Polizei unterstützt?

er Zweifel am Journalismus wächst: Zwar scheint die Krise, die mit dem Begriff „Lügenpresse“ einen Höhepunkt erreicht, überwunden. Hans Mathias Kepplinger, emeritierter deutscher Kommunikationswissenschaftler, der am Institut für Publizistik in Mainz tätig war und Schüler von Elisabeth Noelle-Neumann, legt dazu eine tiefgreifende Untersuchung vor – wie kommt es zur Wahrheitsverdrehung, Skandalsierung, einseitiger Berichterstattung, kurz: zu flächendeckenden Informationsblockaden durch die deutschen Medien? Und das wider besseres Wissen und offenkundiger Durchschaubarkeit des manipulativen Vorgehens? Oder um es als Journalist ins Journalistendeutsch zu übersetzen und zuzuspitzen: Wie ticken Journalisten, wenn sie schwindeln?