Mittwoch, 26. Juli 2017

Tiefer Staat

Mathias Bröckers auf Rubikon:

Der tiefe Staat und die kognitive Dissonanz der Linken

Die US-Linke blendet Fakten aus, die nicht in ihr Weltbild passen.

Die linke Autorin Caitlin Johnstone, die sich selbst "schurkische Journalistin" (rogue journalist) nennt und auf medium.com (1) vor allem über amerikanische Politik schreibt, hat in den letzten Wochen mit ihren Plädoyers Aufsehen erregt, dass die US-Linken nicht scheu sein sollten (2), mit "Anti-Establishment" Rechten und Libertären zusammenzuarbeiten - gegen die Fake News der Großmedien, gegen die kriegstreibenden Neocons, gegen die Geheimdienste und den "tiefen Staat", die Trumps außenpolitischen Kurswechsel mit dem substanzlosen "Russiagate"-Märchen sabotieren. Nachdem dann einem der führenden Kriegstreiber und "regime changer", Senator John McCain, ein Gehirntumor diagnostiziert wurde und Johnstone ihm einen schnellen Tod wünschte (3), wurde die Kritik an dieser "unseriösen" Journalistin noch lauter. Selbst ein blutrünstiges Monster, das ein halbes Dutzend Kriege mit Millionen von Opfern vorangetrieben hat, darf man als "Qualitätsjournalist" eben nicht ins Grab wünschen.